Über mich

Klaus Christ
ist in Münster/ Dieburg, in der Nähe von Frankfurt am Main, geboren und aufgewachsen. Als Kind liebte er es am Ufer eines nahe gelegenen Flusses, unweit des großen Gartens seines Großvaters, zu spielen. Lehm und Ton aus der Uferböschung herauskratzend und mit Wasser vermischend, erschuf er seine eigene dreidimensionale Welt. Landschaften mit verschiedensten fantasievollen Gebilden entstanden zu seinem eigenen Erstaunen. Diese Begeisterung des eigenen spielerischen und künstlerischen Schaffens trägt und nährt ihn bis heute.
Die Schulzeit, besonders die gymnasiale Oberstufe, war für ihn meist von Langeweile geprägt, da der Unterrichtsstoff zu trocken, ohne Engagement seitens der Lehrenden, oft am Leben vorbei, vermittelt wurde. Allein der Kunstunterricht bereitete ihm Freude, da er hier individuell und freilassend arbeiten und lernen konnte. Hier hatte er einen Freiraum, der sein Engagement erwachen ließ. Da ihm das Lernen im Allgemeinen nicht schwerfiel, machte er ohne Mühe sein Abitur und studierte dann in Marburg und Gießen Kunst und Pädagogik und schloss das Studium ab mit dem Diplom in Pädagogik und machte gleichzeitig das Staatsexamen in dem Fach Kunst.
Danach war er Mitbegründer der Reisenden Schule e.V., nach dem Tvind-Schulen Modell in Dänemark und bereiste viele Länder des Nahen und Fernen Ostens. Durch das Kennenlernen verschiedenster Länder erweiterte sich sein kultureller Horizont. Als Ehemann und Vater von drei Söhnen arbeitete er 30 Jahre, eigene pädagogische Konzepte und Projekte entwerfend und durchführend mit Oberstufenschülern und Studenten. Dabei war ihm sein eigenes künstlerisches Schaffen immer Grundlage des pädagogischen Handelns.
Nachdem er durch die berufliche Selbständigkeit seiner Söhne finanziell ungebunden wurde, folgte er dem Ruf spanischer Freunde öfter in Barcelona zu sein und dort seiner Kunst nachzugehen. Er war eingeladen auf dem großen Gelände zweier ehemaligen Fincas skulptural zu arbeiten und hier entstanden für die parkähnlichen Anlagen eine Anzahl von Skulpturen. Nach zehn Jahren entsprach er dem Wunsch seiner zweiten Ehefrau Jeanette näher bei Tochter und Enkelkindern zu sein und sie fanden ein schönes altes Fachwerkhaus in Süß, Nentershausen (Hessen).
Hier ist nun der Ort, wo das künstlerische Schaffen und Leben zu Hause ist. In der ehemaligen Scheune und dem Stall sind Atelier und Galerie untergebracht, ein schönes Außenatelier belebt das Gelände. Neben dem eigenen künstlerischen Schaffen vermitteln die beiden Künstler mit Freude und Enthusiasmus ihre gestalterischen Impulse in Atelier und Seminarraum. So hat die Kunst hier einen Ort des Atmens, des Schaffens und Begegnens gefunden.
Klaus Christs bildhauerische Werke sind meist geprägt von einer Verbindung zwischen Abstraktion und organischen Formen. Er experimentiert mit verschiedenen Materialien wie Holz, Stein und Metall, um skulpturale Objekte zu schaffen, die sowohl ästhetisch ansprechend als auch konzeptionell tiefgründig sind.
Seine Skulpturen sprechen unter anderem Themen an wie Raum und Volumen, Materialität und Transparenz, Zwischenraum von Beziehung, Bewegung bei gleichzeitiger Formgebung. Oft vermitteln sie eine gewisse Leichtigkeit und Fluidität, während sie gleichzeitig solid und greifbar bleiben. Werke von ihm finden sich in Privatsammlungen, in Geschäftsräumen von Banken und Firmen und sozialen Institutionen.